Wie schön, dass Du da bist😊.
Kennst du das nach deiner Diagnose?
• Die Angst ist dein ständiger Begleiter: du fragst dich: welches Symptom kommt als Nächstes? Wie wird der nächste Arzttermin? Schon kleine Veränderungen in deinem Körper lösen Alarm bei dir aus.
•Dein Alltag fühlt sich nicht mehr leicht an. Treffen mit Freunden und Familie fühlen sich nicht mehr unbeschwert an. Stattdessen kreisen deine Gedanken darum, ob deine Energie reicht oder ob das Essen deiner Erkrankung schadet.
• Nachts liegst du wach und dein Kopf malt dir die schlimmsten Szenarien aus.
• Nach außen funktionierst du weiter. Im Job. Für deine Familie. Für alle anderen. Obwohl sich vieles längst nicht mehr stimmig anfühlt.
Tief in dir spürst du, dass da mehr ist. Dass Medikamente und ein "damit musst du halt dein ganzes Leben leben” nicht alles gewesen sein können. Die Vorstellung, dass dein Körper ständig gegen dich kämpft, fühlt sich einfach nicht stimmig an.
Und gleichzeitig ist da diese leichte Kribbeln. Die Sehnsucht nach einem erfüllten Leben. Nach Leichtigkeit. Nach Vertrauen. Und doch sind da die Angst und diese vielen Gedanken. Ja, du bist doch krank, das geht ja nicht.
Ich kenne das alles so gut, denn ich habe vor 5 Jahren die Diagnose MS bekommen. Mein Sohn war damals ein Jahr alt und gleichzeitig hatte ich das Bild meiner Tante vor Augen, die qualvoll an dieser Krankheit gestorben war.
Heute lebe ich ein Leben, das ich mir nicht erträumt hätte, weil mein Körper endlich Sicherheit erfahren hat und ich entschieden habe, wie ich mein Leben trotz oder mit MS leben möchte.