Hi, ich bin Ilinca.
Vor mehr als 10 Jahren begann meine Reise in die spannende Welt der menschlichen Psyche. Durch meinen langjährigen Job im Vertrieb und als Führungskraft war ich täglich in Kontakt mit Kunden und Mitarbeitern und fand es spannend zu verstehen, warum sie sich so verhalten wie sie es tun. Faszination Mensch im wahrsten Sinne des Wortes😊.
Ich absolvierte zuerst verschiedene Weiterbildungen (als psychologische Beraterin, dann ging's weiter zum Institut für Transaktionsanalyse in Stuttgart u.a), arbeitete mehrere Jahre ehrenamtlich in der Psychiatrie in Stuttgart und Jahre später kam dann der nächste Schritt: ich wurde Heilpraktikerin für Psychotherapie.
Doch nichts empfand ich als so lehrreich wie meinen eigenen Selbsterfahrungsweg, der parallel zu meinen Weiterbildungen startete. Ich probierte vieles aus und machte meine eigenen Erfahrungen. Ich sprach viel, empfand das aber als ein leichtes, wenn auch hilfreiches Kratzen an der Oberfläche. Dann führte mich das Leben zu einem Wendepunkt: ein körperorientiertes Coaching. Zu diesem Zeitpunkt wurde ich auch Mama eines wunderbaren Sohnes (der mittlerweile 5 Jahre alt ist) und merkte wie das Mamasein viele eigene alte Wunden an die Oberfläche brachte.
Als er ein Jahr alt war, kam noch die Diagnose meiner Autoimmunkrankheit Multiple Sklerose dazu, die mich zutiefst erschütterte, denn ich kannte diese Krankheit nur von meiner Tante, die in jungen Jahren daran verstarb. Doch die MS war nicht die einzige gesundheitliche Herausforderung, die ich im Laufe meines Lebens hatte: es fing mit der Endometriose an, dann ging's weiter zu einer Schilddrüsenunterfunktion bis hin zur MS und einer weiteren Autoimmunhauterkrankung Rosacea. Oft hies es von Seiten der Ärzte nur: sie müssen lebenslang Medikamente leben. Doch dies hat sich in keinem der Fälle für mich bewährt. Ich habe meinen eigenen Weg gefunden und lebe heute in einem tiefen Vertrauen und Verbindung zu meinem Körper.
Raus aus der Angst und aus der Anpassung
Es wurde mir Schritt für Schritt immer klarer, wie eng Körper und Psyche miteinander verbunden sind. Und was für ein angepasstes Mädchen ich in meiner Kindheit war und noch weit bis in meinem Erwachsenenleben: wie wenig ich mich traute offen über meine Gefühle zu sprechen, ja, sie überhaupt zu fühlen und sie mir zu erlauben. Wie wenig ich meine eigene Meinung sagte, wie wenig ich meine eigenen Grenzen spürte, wie oft ich ja sagte, obwohl ich nein meinte. Das war erschreckend und augenöffnend zugleich.
Heute bin ich dankbar dafür, dass ich meinen Körper spüre und dadurch einen guten Zugang zu meinen Gefühlen habe, dass ich merke wenn ich etwas tue was sich nicht stimmig für mich anfühlt und dass ich ein Leben führe, das sich richtig für mich anfühlt. Trotz meiner Autoimmunerkrankungen, die mich nicht mehr ausbremsen.
Und auch, dass ich tolle Frauen auf ihrem eigenen Weg ein Stückchen begleiten kann - raus aus aus der Angst und rein ins Vertrauen.
Entwicklungstrauma
Die meisten von uns erleben Entwicklungstraumata in ihrer Kindheit. Das sind die großen oder kleinen Verletzungen, die einen großen Einfluss auf das Erleben als erwachsene Frau haben. So wie viele andere auch, habe ich als Kind Sätze wie: "Das gehört sich nicht für ein Mädchen", "Wütend sein ist nicht schön", "Sei lieb!".
Als Kleinkind konnte ich dies kognitiv nicht verarbeiten und habe es immer auf mich bezogen. Und weil das oberste Ziel war, die Liebe zu meinen Bezugspersonen nicht zu verlieren, habe ich mich angepasst: ich habe gelernt, wie ich zu sein hatte, um von den anderen geliebt zu werden. Meine kindliche Neugier, mein "Ich bin so wie ich bin und das ist gut so" wurden immer leiser und Anpassung wurde meine neue Realität.
Diese Erfahrungen und viele andere hatten sich fest in meinem Körper gespeichert. Das Sprechen alleine konnte diese tiefen Themen nicht erreichen.
Der Körper als missing link. Weil Sprechen alleine nicht ausreicht.
95% des Denkens und der Entscheidungen laufen unbewusst, nur 5% ist uns bewusst. Uns das Sprechen setzt nur an diesen 5% an. Das war für mich einfach zu wenig und zu unbefriedigend.
Durch die Verbindung zu meinem Körper, durch das Spüren, durch das Fühlen meiner Gefühle, die sein dürfen und die ich nicht mehr beiseite schiebe, durch die Verankerung im Hier und Jetzt habe ich gelernt mich jederzeit regulieren zu können, egal was im Außen passiert. Ich durfte erfahren, dass mein Inneres größer ist als die Außenwelt und diese mir nur meine eigenen Themen spiegelt. Immer und immer wieder bis ich den Mut habe sie mir anzuschauen und mich mit ihnen auseinanderzusetzen.